Was man gegen Allergiebeschwerden tun kann

Viele von uns kennen das. Tränende, brennende, juckende oder geschwollene Augen, Niesreiz, eine kribbelnde Nase, Fließschnupfen, Hustenreiz, Atemnot, Schwellungen im Hals, trockene, schuppige Haut, Quaddeln, Ekzeme, Rötungen,…all das können Allergiebeschwerden sein. Die Symptome einer allergischen Reaktion auf Pollen und Gräser können viele Gesichter haben. Sie machen sich an unterschiedlichen Stellen des Körpers bemerkbar. Es kann zu Schnupfen, Hautirritationen, bis hin zu asthmatischen Beschwerden kommen. In den meisten Fällen können zusätzlich auch die Augen betroffen sein. Wie lange die Symptome andauern, hängt von der Empfindlichkeit gegen den allergieauslösenden Stoff, dem Allergen ab, sowie von dem Zeitraum, indem Kontakt zum Allergen besteht. Blüten-und Gräserpollen treten zum Beispiel nur zu bestimmten Monaten oder in bestimmten Gebieten auf. Hausstaubmilben befinden sich jedoch das ganze Jahr über in der unmittelbaren Umgebung, wie in Bettwäsche, Matratze oder Teppich.

Tipps zum Schutz vor allergischen Beschwerden

Welche Pollen sind wann und wie stark unterwegs? Die tägliche Pollenvorhersage warnt vor starkem Pollenflug und auch ein Pollenflug-Kalender gibt eine gute Übersicht. Man bekommt ihn in den meisten Apotheken vor Ort.
Wer abends seine Haare wäscht und sich duscht, entfernt damit in den Haaren und auf der Haut haftende Pollen und geht mehr oder weniger „pollenfrei“ zu Bett. Mit einer Nasendusche kann man sich die Pollen und den angesammelten Staub vom Tag schonend aus der Nase spülen und gut durchatmen. So schläft es sich gleich besser!
Die Wäsche am besten nicht draußen trocknen lassen, zumindest nicht in der Pollenflugzeit. So kann man es vermeiden pollenbehaftete Kleidung zu tragen oder sich in pollenbelastete Bettwäsche zu legen.
Die Kleidung nicht im Schlafzimmer wechseln, da sonst an der Wäsche haftende Pollen aufgewirbelt werden und sich im Schlafzimmer ausbreiten können. Am besten in einem zweiten Zimmer umziehen und die Kleidung dort liegen lassen oder waschen.
Gut Lüften! jedoch zur richtigen Zeit. In der Stadt besser am Morgen lüften, da dort die Pollenkonzentration in der Luft vergleichsweise niedriger ist als abends. Umgekehrt verhält es sich auf dem Land. Hier empfiehlt es sich abends zu lüften.
Regelmäßiges Absaugen und Wischen verringert ebenso die Gefahr, dass lose Pollen aufgewirbelt werden, etwa bei Durchzug. Spezielle Filter für den Staubsauger sorgen dafür, dass beim Saugen möglichst wenig Staub herumgewirbelt wird. Pollenschutzgitter verhindern, dass Pollen durch das Fenster eindringen und Pollenfilter für das Auto bieten Schutz vor Pollenflug durch die Lüftung.

Wie man allergische Beschwerden behandeln kann

Zur Vorbeugung allergischer Beschwerden im Bereich von Augen und Nase gibt es den Wirkstoff Cromoglicinsäure in Form von Augentropfen und als Nasenspray. Dieser Arzneistoff stabilisiert die Zellen, damit weniger allergieauslösendes Histamin ausgeschüttet wird. Cromoglicinsäure sollte spätestens zwei Wochen viermal täglich vor Beginn der Allergiezeit angewendet werden, da sich die Wirkung über ein paar Tage hinweg aufbauen muss.
Es hilft auch, die Haut gut zu pflegen, damit Allergene nicht durch die trockene rissige Haut und Haarfollikel in den Körper eindringen. Hier stehen spezielle Cremes für empfindliche und zu Allergien neigende Hauttypen zur Verfügung. Diese verzichten auf Zusatzstoffe wie Konservierungsmittel oder Parfümstoffe, die die Haut zusätzlich reizen können! Sie machen die Haut schön geschmeidig und glätten die Hautoberfläche; dann können Allergene nicht ohne weiteres eindringen. Gute Beratung gibt es dazu in der Apotheke.

Zur akuten Behandlung kommen lokale und / oder systemische Antihistaminika zum Einsatz. Sie verhindern, dass das Histamin seine Wirkung entfalten kann und sie eignen sich aufgrund des schnellen Effekts zur Behandlung akuter Beschwerden. Die modernen systemischen, von innen ganzheitlich wirkenden, Antihistaminika, wie zum Beispiel Loratadin oder Cetirizin, sind zum Einnehmen als Tablette oder als Saft erhältlich.
Für die Anwendung direkt an Auge und Nase als Augentropfen oder Nasenspray stehen die Arzneistoffe Azelastin und Levocabastin zur Verfügung.
Außerdem sind inzwischen Heuschnupfen- Sprays mit dem Wirkstoff Mometason aus der Gruppe der Glukokorticoide auf dem Markt. Das sind frei erhältliche Kortison- Sprays, die man auch ohne ärztliche Verordnung kaufen kann. Bei einer starken Nasennebenhöhlen- Entzündung schaffen sie Linderung ohne die Schleimhäute zu sehr zu belasten. Diese hochwirksamen, antientzündlichen und antiallergischen Substanzen greifen direkt in das Entzündungsgeschehen bei Allergien ein. Mometason stoppt die Freisetzung von Histamin und weiteren Entzündungsmediatoren und verringert somit effektiv die allergischen Symptome in der Nase und auch indirekt an den Augen!

Wie ich meinen Körper bei einer Allergie unterstützen kann – wertvolle Vitamine und Spurenelemente

Nicht nur die oben beschriebenen Behandlungsmöglichkeiten machen eine Allergie erträglicher, besonders die Einnahme von Mikronährstoffen ist vorbeugend und unterstützend sehr empfehlenswert!
Vitamin C ist am Abbau des Histamins beteiligt. Ist Vitamin C in ausreichender Menge im Blut enthalten, wird weniger Histamin freigesetzt.
Vitamin D3, das Sonnenvitamin, hat besonders positive Auswirkung auf allergische Hauterkrankungen. Es stabilisiert die körpereigene Abwehr auf der Hautoberfläche, und das Immunsystem.
Zink als lebensnotwendiges Spurenelement wirkt antiallergen und entzündungshemmend und mindert somit die Ausprägung der Allergie.
Calcium hilft die Membran in den Körperzellen zu stärken und verringert so die Ausschüttung von Histamin!

Checkliste für die Allergiezeit

  • akut wirkende Augentropfen und Nasenspray mit dem Wirkstoff Azelastin
  • Heuschnupfen- Spray mit dem Wirkstoff Mometason bei stärkeren Beschwerden
  • Nasendusche mit passendem Nasenspülsalz
  • Vitamin C und Vitamin D3
  • Zink und Calcium
  • beruhigende Körpercreme für empfindliche Haut

Fazit

Auch wenn der Frühling zu der schönsten Zeit des Jahres zählt und wir es kaum erwarten können endlich wieder häufiger draußen an der frischen Luft zu sein und die ersten Sonnenstrahlen zu genießen, kann diese Jahreszeit für den ein oder anderen auch eine unangenehme Seite haben falls man mit Allergien zu kämpfen hat. Aber mit den richtigen vorbeugenden Maßnahmen und ein paar wertvollen Tipps zur Linderung der nervigen Symptome in der akuten Pollenflugzeit, können wir trotzdem tief durchatmen und den Frühling ganz entspannt auf uns zukommen lassen.

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